Technologie

Intelligente Fahrzeuge und die fehlende Datenschicht an Bahnübergängen

15. Mai 2026  |  Trenify-Stiftung

Bahnübergang

Moderne Fahrzeuge sind mit ADAS, 360°-Kameras und fortschrittlicher Navigation ausgestattet. Sie kennen alles – Schilder, Hindernisse, andere Fahrzeuge. Eines wissen sie jedoch nicht: ob gleich ein Zug über den Bahnübergang fahren wird.

Was Navigationssysteme sagen

Moderne Straßennavigationssysteme enthalten Daten über Bahnübergangsstandorte. Sie warnen den Fahrer, dass sich in 200 Metern ein Übergang befindet.

Dies ist jedoch eine statische Information – basierend auf einer Datenbank, nicht auf der Realität. Das Navigationssystem weiß nicht, ob gerade ein Zug mit 160 km/h um die Ecke kommt.

Drei Ebenen, deren Integration fehlt

  1. Zugbewegungsdaten – Position und Geschwindigkeit jedes Zuges in Echtzeit
  2. Bahnübergangsinfrastruktur – digitale Karte der Übergänge mit geometrischen Parametern
  3. Fahrzeugnavigationssystem – Kommunikationskanal zum Fahrer

Ebenen 2 und 3 sind teilweise integriert. Ebene 1 bleibt isoliert – Echtzeit-Zugdaten erreichen die Fahrzeugnavigation nicht.

Fragmentierung der Eisenbahnbetreiber

In Polen operieren Dutzende von Eisenbahnunternehmen, jedes mit eigenem IT-System. Es gibt keine einheitliche API oder Datennorm für den aktuellen Zugbetrieb. Für einen Navigationssystemhersteller ist die Integration mit einem Betreiber monatelange Arbeit – mit allen ist sie ein Projekt für Jahre.

„Es fehlt uns nicht an Technologie. Es fehlt uns an einer gemeinsamen Datenschicht, die Bahnsysteme mit Straßenfahrzeugsystemen verbinden könnte."

— Trenify-Bericht, 2026

Trainradar24 aggregiert bereits Echtzeit-Zugdaten aus vielen Quellen. Mehr zur Pilotlösung: Trainradar24 testet Echtzeit-Warnungen für Fahrer.

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